KI vor Ort oder in der Cloud – was rechnet sich wirklich für Ihren Betrieb?

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Redaktionell verantwortlich: Manthey EDV-Beratung.

Wer die folgenden fünf Punkte in den nächsten 14 Tagen durchgeht, weiß genau, ob die KI im eigenen Keller oder bei AWS & Co. besser aufgehoben ist. Keine Theorie, nur das, was in Berliner Werkstätten, Kanzleien und Praxen wirklich funktioniert – oder eben nicht. Fangen wir an.

Die Rechnung, die keiner macht – aber jeder bezahlt

Nehmen wir einen typischen Berliner Metallbaubetrieb mit 15 Mitarbeitern. Der Chef will KI für die Blechzuschnitt-Optimierung einsetzen. Option eins: Ein lokaler Mini-Server für 8.000 Euro Anschaffung, 200 Euro Strom im Monat, 150 Euro Wartung. Option zwei: Cloud-API von Google, 0,05 Euro pro Anfrage, 1.200 Anfragen im Monat. Auf den ersten Blick sieht die Cloud günstig aus – 60 Euro im Monat. Aber:

  • Jede Anfrage braucht 300 Millisekunden Netzlaufzeit. Bei 1.200 Anfragen sind das 6 Minuten reine Wartezeit – pro Tag.
  • Die Cloud-API ändert sich alle sechs Monate. Jedes Mal muss die eigene Software angepasst werden – 2.000 Euro Programmieraufwand, mindestens.
  • Die Daten verlassen das Haus. Selbst wenn sie verschlüsselt sind, muss das im Verarbeitungsvertrag stehen – und der muss jährlich geprüft werden, 500 Euro Anwaltskosten.

Nach drei Jahren hat der Betrieb mit der Cloud 10.800 Euro ausgegeben – plus 6.000 Euro Programmierkosten, plus 1.500 Euro Anwaltskosten. Macht 18.300 Euro. Der lokale Server? 8.000 Euro Anschaffung, 7.200 Euro Strom, 5.400 Euro Wartung – insgesamt 20.600 Euro. Auf den ersten Blick teurer. Aber:

  • Keine Wartezeiten – die Maschine läuft sofort weiter.
  • Keine Programmierkosten für API-Updates.
  • Keine Anwaltskosten für Datenverträge.
  • Der Server ist nach drei Jahren noch 2.000 Euro wert – wenn er verkauft wird.

Am Ende kostet die lokale Lösung 18.600 Euro – 300 Euro weniger als die Cloud. Und das ohne die versteckten Kosten für Produktivitätsverlust durch Wartezeiten. Das ist die Rechnung, die keiner aufmacht – aber jeder bezahlt.

Wo die Cloud gewinnt – und wo sie verliert

Es gibt Fälle, da ist die Cloud die bessere Wahl. Und es gibt Fälle, da ist sie es nicht. Hier die ehrliche Aufstellung:

Cloud-KI lohnt sich, wenn:

  • Sie weniger als 500 Anfragen im Monat haben. Unter 25 Euro Kosten – da kann keine lokale Hardware mithalten.
  • Sie keine sensiblen Daten verarbeiten. Keine Patientendaten, keine Steuerunterlagen, keine Konstruktionspläne. Sobald die Daten das Haus verlassen, wird es teuer – nicht nur wegen der Cloud-Kosten, sondern wegen der Compliance.
  • Sie keine eigene IT haben. Die Cloud ist plug-and-play. Lokale KI braucht jemanden, der den Server aufsetzt, die Software installiert und die Updates macht. Wenn Sie keinen IT-Mitarbeiter haben, wird das schnell zum Problem.
  • Sie schnell skalieren müssen. Wenn Sie heute 100 Anfragen haben und morgen 10.000, ist die Cloud die bessere Wahl. Lokale Hardware muss erst bestellt, geliefert und installiert werden – das dauert Wochen.

Lokale KI lohnt sich, wenn:

  • Sie mehr als 1.000 Anfragen im Monat haben. Ab da wird die Cloud teuer – und die lokale Hardware rechnet sich.
  • Sie sensible Daten verarbeiten. Keine Diskussion, keine Verträge, keine Anwälte. Die Daten bleiben im Haus – Punkt.
  • Sie eigene IT haben. Ein lokaler Server ist kein Hexenwerk. Wenn Sie jemanden haben, der sich um die IT kümmert, ist das kein Problem.
  • Sie langfristig planen. Lokale Hardware ist eine Investition. Nach drei Jahren gehört sie Ihnen – und Sie können sie weiterverkaufen. Die Cloud ist ein Mietvertrag – Sie zahlen und zahlen und zahlen.
  • Sie keine Lust auf Abhängigkeiten haben. Die Cloud-API kann sich ändern, die Preise können steigen, der Anbieter kann pleitegehen. Mit lokaler Hardware sind Sie unabhängig.

Die drei Fragen, die Sie sich stellen müssen – bevor Sie entscheiden

Bevor Sie auch nur einen Cent ausgeben, beantworten Sie diese drei Fragen. Wenn Sie eine davon nicht klar mit Ja beantworten können, brauchen Sie die Cloud nicht – oder die lokale Lösung nicht. Es gibt kein entweder-oder, nur ein entweder-oder-nicht.

1. Haben Sie genug Daten, um die KI zu trainieren – oder brauchen Sie ein fertiges Modell?

Wenn Sie ein fertiges Modell brauchen – zum Beispiel für Texterkennung, Sprachverarbeitung oder Bildanalyse – ist die Cloud die bessere Wahl. Die Modelle sind schon trainiert, Sie müssen nur noch Ihre Daten reinschieben. Wenn Sie aber ein eigenes Modell brauchen – zum Beispiel für die Optimierung Ihrer Produktionsprozesse – müssen Sie es selbst trainieren. Und das geht nur mit lokaler Hardware – oder mit teuren Cloud-Diensten, die Ihnen das Training abnehmen.

2. Wie schnell müssen Sie sein – und wie viel sind Ihnen Millisekunden wert?

Wenn Sie eine KI für die Echtzeit-Steuerung Ihrer Maschinen brauchen, ist jede Millisekunde entscheidend. Lokale KI ist hier die einzige Wahl. Wenn Sie aber nur ab und zu eine Analyse brauchen – zum Beispiel für die monatliche Umsatzprognose – ist die Cloud schnell genug. Rechnen Sie aus, wie viel Ihnen die Zeit wert ist. 6 Minuten Wartezeit pro Tag sind 26 Stunden im Jahr – das sind 1.300 Euro bei einem Stundenlohn von 50 Euro.

3. Wie viel Kontrolle brauchen Sie – und wie viel sind Ihnen Unabhängigkeit und Datenschutz wert?

Wenn Sie keine Kontrolle brauchen, ist die Cloud die einfachere Wahl. Sie müssen sich um nichts kümmern – der Anbieter macht alles. Wenn Sie aber Kontrolle brauchen – über Ihre Daten, über Ihre Prozesse, über Ihre Kosten – ist lokale KI die bessere Wahl. Rechnen Sie aus, wie viel Ihnen Unabhängigkeit und Datenschutz wert sind. 500 Euro Anwaltskosten pro Jahr sind 1.500 Euro in drei Jahren – das ist ein Zehntel der Anschaffungskosten für einen lokalen Server.

So setzen Sie es um – ohne teure Berater

Sie brauchen keinen teuren Berater, um herauszufinden, ob lokale KI oder Cloud-KI die bessere Wahl ist. Sie brauchen nur ein paar Stunden Zeit und einen Taschenrechner. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Rechnen Sie Ihre monatlichen Anfragen aus.

Wie viele Anfragen stellen Sie an die KI? 100? 1.000? 10.000? Schreiben Sie die Zahl auf. Wenn Sie es nicht wissen, schätzen Sie – aber seien Sie ehrlich. Eine zu niedrige Schätzung ist genauso schlecht wie eine zu hohe.

2. Rechnen Sie die Cloud-Kosten aus.

Gehen Sie auf die Website des Cloud-Anbieters und rechnen Sie aus, wie viel die Anfragen kosten würden. Nehmen Sie den höchsten Preis – nicht den Durchschnitt. Cloud-Anbieter locken mit niedrigen Einstiegspreisen, aber die steigen schnell. Rechnen Sie mit dem höchsten Preis, den Sie in den nächsten drei Jahren erwarten.

3. Rechnen Sie die lokalen Kosten aus.

Wie viel kostet ein lokaler Server? Wie viel Strom verbraucht er? Wie viel Wartung braucht er? Wie viel ist er nach drei Jahren noch wert? Rechnen Sie alles zusammen – Anschaffung, Strom, Wartung, Verkaufswert. Teilen Sie die Summe durch 36 – das sind die monatlichen Kosten.

4. Vergleichen Sie die Kosten – und die versteckten Kosten.

Vergleichen Sie die monatlichen Kosten der Cloud mit den monatlichen Kosten der lokalen Lösung. Aber vergessen Sie nicht die versteckten Kosten – Wartezeiten, Programmieraufwand, Anwaltskosten. Rechnen Sie alles zusammen und vergleichen Sie.

5. Entscheiden Sie – und handeln Sie.

Wenn die Cloud günstiger ist, nehmen Sie die Cloud. Wenn die lokale Lösung günstiger ist, nehmen Sie die lokale Lösung. Es gibt kein richtig oder falsch – nur ein günstiger oder teurer. Und jetzt handeln Sie. Bestellen Sie den Server oder melden Sie sich beim Cloud-Anbieter an. Aber tun Sie etwas – denn Nichtstun ist die teuerste Lösung von allen.

Am Ende geht es nicht um KI, nicht um Cloud, nicht um lokale Hardware. Es geht um Ihre Zahlen, Ihre Prozesse, Ihre Entscheidungen. Die Technik ist nur das Werkzeug – Sie sind derjenige, der damit arbeitet. Also rechnen Sie, entscheiden Sie, handeln Sie. Und wenn Sie Hilfe brauchen, rufen Sie an. Aber nicht, um sich beraten zu lassen – sondern um jemanden zu haben, der Ihnen die Zahlen durchrechnet. Denn am Ende sind es immer die Zahlen, die entscheiden.

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